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Der aktuelle Vertretungsplan online. Änderungen nach Unterrichtsbeginn werden nicht mehr online gestellt.

Fontane Oberschule Neuruppin

Talente sind oft gar nicht so ungleich, im Fleiß und im Charakter liegen die Unterschiede. (Theodor Fontane)

Über das lange Pfingstwochenende waren die Taucher der Tauch-AG, die sich vorher in den Theorie-Stunden und im Schwimmbad umfangreich auf ihre praktische Tauchprüfung vorbereitet haben, für knapp 4 Tage in einem erlebnisreichen Tauch-Camp am wunderschönen Stechlinsee unweit von Rheinsberg.

Alle drei haben den teilweisen Widrigkeiten des Wetters getrotzt (manchmal war es im Wasser wärmer als draußen) und ihre Tauchausbildung, die während der Teilnahme an der Tauch-AG möglich ist, erfolgreich abgeschlossen.

Glückwunsch an die drei neuen Taucher unserer Schule:
Celina Küchler (10b), Leon Sandberg (9b) - beide als "Open Water Diver" - und Michel Krogmann (9c) als neuer "Supervised Diver" zu ihren bestandenen Prüfungen.

 

Samstag

Bereits am Samstag reisten wir an, das Auto von Herrn Houdek (Tauchlehrer bei TDI/SDI, einem international vor allem durch seine fortschrittliche und auf dem neuesten Stand der Technik basierenden Ausbildung bekannten und anerkannten Tauchsprotverband) war vollgestopft mit Tauch- und Sicherheitsausrüstung. Dazu kam noch das Essen für 4 hungrige Taucher, denn über die Feiertage konnten wir nichts nachkaufen.

Nach dem Beziehen der Zimmer wurde erst einmal die Tauchbasis am Stechlinsee erkundet und die Tauchausrüstung ausgepackt. 

Dann galt es sofort, das gute Wetter zu nutzen und einen ersten Check-Tauchgang zu machen. Also wurde die Ausrüstung vorbereitet, und dann ging es nach Anlegen von Neoprenanzug, Bleigurt, Tarierjacket mit Pressluftflasche und Atemregler, Tauchcomputer und dem Griff nach der ABC-Ausrüstung (Maske, Schnorchel, Flossen) nach kurzem Fußmarsch zum ersten Mal in den See.

Hier stellte sich schnell heraus, dass ein paar kleine Optimierungen an der Ausrüstung nötig sind.
Dennoch war es ein schöner Start. Das Wasser war im Neoprenanzug auch gar nicht so kalt ist, wie vorher vermutet.
 

Sonntag

Nach einem leckeren Frühstück in der Tauchbasis ging es noch einmal ein wenig an die Theorie.
Vor allem die Tauchgangsplanung wurde durchgesprochen und dabei auch gerechnet. Man will ja nicht mitten im Tauchgang plötzlich ohne Luft sein.

Am Nachmittag passten wir die Ausrüstung entsprechend der Erfahrungen vom Vortag an, und auf ging es zum zweiten Tauchgang. Ziel waren einige Übungen unter Wasser und natürlich das Tauchen im Team und die Erkundung der Unterwasserwelt.

Es gab auch einiges zu sehen - so zum Beispiel einen ziemlich großen Krebs und einen leider schon toten Fisch. Nach einer knappen dreiviertel Stunde ging es dann schnell zurück, denn die Luft war doch reichlich frisch.

Anschließend wurde der abschließende Theorie-Test geschrieben - und dann waren alle drei "Papier-Taucher", wie Leon treffend bemerkte smile

Abends wurde immer lecker gekocht - auch wenn wir nur eine einzelne Kochplatte hatten.

Mit ein wenig Improvisation kann man auch damit leckeres Essen zaubern. Hungern musste niemand, und für manchen gab es sogar Neues zu entdecken.

 
 

Montag

Der dritte Tag stand völlig im Zeichen des Tauchens. Die Anzüge sind über Nacht getrocknet, und so wurden für diesen Tag gleich zwei Tauchgänge geplant.

Alle haben dabei viel gelernt, und es gab auch einiges unter Wasser zu sehen: Hechte, Rotfedern, Barsche.

Da der Seegrund im Stechlinsee leider inzwischen viel Sediment und Pflanzenreste trägt, war es besonders wichtig, sehr gut tariert frei durch das Wasser zu schweben. Anfangs nicht ganz einfach (in der Halle ist das alles leichter), klappte das mit jedem Tauchgang besser. Das war auch gut so, denn wir wollten ja nicht nur aufgewirbelten Schlamm sehen.

Bewundernswert war die Entschlossenheit, mit der alle drei Tauchschüler am Nachmittag wieder in die immer noch leicht feuchten Anzüge gestiegen sind. Nach den Übungen im tiefen Wasser (Tarieren, Notaufstieg) hat uns Celina zielsicher mit dem Kompass zurück zum Ausstieg gebracht. 

Nach dem Tauchen lockten eine heiße Tasse Tee oder Kaffee und leckerer Apfelkuchen.

Dienstag

Letzter Tag, das heißt Abschied nehmen.

Aber nicht, ohne noch einmal in den Stechlinsee abzutauchen. Es gab auch noch ein paar kleine Übungen zu absolvieren, um endgültig unter Beweis zu stellen, dass man seinen Körper und die Ausrüstung unter Wasser beherrscht.

Dafür sind wir ein wenig weiter und tiefer in den See hinaus getaucht, haben dort eine Boje mit 2 kg Blei am Boden verankert und dann nach einem mustergültigen Aufstieg etwas versucht, von dem alle vorher sagten: "Das kriegen wir nicht hin."

Um so größer war die Überraschung, dass es doch gelang: Abtauchen mit Blickkontakt zur Bojenleine und Stoppen des Abstiegs ca. 1 Meter über dem an dieser Stelle sehr leicht aufzuwirbelnden Boden - und dann dort frei schweben.
Wer das kann, der kann wie ein Fisch unter Wasser schwimmen ...

Leon war dieses Mal auf dem Rückweg unser Lotse, auch er hat seine Arbeit am Kompass sehr gut gemacht.

Danach hieß es: Zusammenpacken und Abschied nehmen.

Aber wir werden mit der Tauch-AG nächstes Jahr zu Pfingsten wieder kommen. Das ist fest eingeplant.

 

 

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